Andreas Bochmann

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Im Rahmen seiner Bewerbung auf eine Professur in Beratung und Seelsorge an der Theologischen Hochschule Friedensau hat Andreas Bochmann am 30. Juni 2017 einen Fachvortrag über Spiritualität in der Paarberatung gehalten. 

Dabei verknüpfte er verschiedene Forschungsergebnisse - einschließlich eigener, die deutlich den hohen Stellenwert einer lebendigen Spiritualität für eine gelingende Paarbeziehung aufzeigen. Entsprechend sei es nicht nur ein theologisches, sondern auch ein sozialwissenschaftliches Mandat, das Thema der Spiritualität in Paarberatung und Seelsorge mit einzubeziehen. Dabei habe die Theologie, gerade angesichts des "Wildwuchses" und der Individualisierung von Spiritualität eine ordnende Funktion. Auch wenn traditionelle Religiosität an Bedeutung verliere, ist doch eine deutliche Re-spiritualisierung der Gesellschaft zu erkennen, die sich nicht nur in einem Esoterik-, sondern auch in einem pseudo-religiösen Psychotherapieboom erkennen lässt. Hierin liegt die Herausforderung - auch für die Ausbildung von Beraterinnen und Berater.

Dass dies auch Teil des Ausbildungskonzeptes in Friedensau ist, sei (leider) selten und zugleich ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des Programmes MA in Counseling mit Schwerpunkt Ehe-, Familien-, Lebensberatung an der Theologischen Hochschule

Der Vortrag ist Teil eines Bewerbungsverfahren, dass den Standards von Universitäten in Sachsen-Anhalt entspricht. Zuhörer waren Kolleginnen und Kollegen aus den beiden Fachbereichen der Hochschule (was durchaus für Nervosität beim Referenten sorgte), sowie interessierte Studierende.  Das Bewerbungsverfahren selbst wird erst gegen Ende des Jahres abgeschlossen sein. Insbesondere weil es trotz öffentlicher Ausschreibungen keine weitere Bewerbung gab, muss das Verfahren peinlich genau eingehalten werden, um es - hoffentlich erfolgreich - zu Ende zu bringen.