Wahlwerbung

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Wahlwerbung nicht nur erhalten, sondern selbst erstellt und verteilt.

Ja, im Ernst!  Wie kann das sein? Als Angestellter meiner Freikirche wird mir nachdrücklich empfohlen, mich NICHT parteipolitisch zu engagieren, zurecht, wie ich meine (die Kanzel könnte allzu leicht für parteipolitische Agitation missbraucht werden). Und doch ... ich bin auf die Freie Wählerliste Friedensau als Kandidat für den Stadtrat Möckern gesetzt worden - eine unabhängige Wählervereinigung, die u.a. die Anliegen des Ortsteiles Friedensau im Stadtrat vertreten möchte.

Da nun auch Bürgerinnen und Bürger in Wüstenjerichow für mich stimmen können (komische Vorstellung), dachte ich, sie sollten es auch wissen. Also habe ich flugs einen Brief an die Nachbarn in Wüstenjerichow geschrieben und von Hand verteilt. Das gab auch gleich die Chance, auf diese Website, sowie die Website der Gebetsoase hinzuweisen.

 

Nachtrag:

Das vorläufige amtliche Endergebnis ... nein, ich wurde nicht gewählt, habe aber immerhin genug Vertrauen für 68 Stimmen erhalten. Das sind 1,3% der in meinem Wahlbereich abgegebenen Stimmen (jeder Wähler durfte 3 Stimmen abgeben). Gut ... die meisten der 3300 Einwohner des Wahlkreises haben noch nie von mir gehört. Lediglich in Wüstenjerichow (96 Einwohner) kennt mich der eine oder die andere.

"Meine" Partei, die Freie Wählergemeinschaft Friedensau hat 4,83% und damit 2 Mandate im Stadtrat errungen.