Was ist ein "Drei-Generationen-Männertag"?  Keine Ahnung.

Aber ich hatte ihn meinem Enkel zum 14. Geburtstag versprochen...

Daniel ist 14 und ist mit allem beschäftigt, was einen 14 Jährigen so beschäftigen kann, d.h. COMPUTER. :-)  Wie kann ein oller Opa Kontakt zu ihm finden und etwas zu schenken versuchen, das bezahlbar ist und vielleicht dann auch ein bisschen anders. Die Lösung war ein Drei-Generationen-Männertag, angekündigt als eine Veranstaltung mit veganem Bier und alkoholfreien Bratwürstchen ... oder so ähnlich ... unrasiert, unzensiert, ungeniert.

Schön gedacht - aber keiner von uns drei Männern, hatte wirklich eine Ahnung, wie so ein Tag aussehen könnte - ich wohl am wenigsten. Also Ohren offen gehalten, überlegt, recherchiert ... und heraus kam dann:

Johannes und Daniel sind am Vortag angereist. Mit Bahn und Fahrrad. Per Fahrrad zwar "nur" 30km - ab Zerbst - (die beiden jüngeren Männer schaffen auch schon mal 80km, waren aber dann doch ziemlich erschossen).  Es ist ja auch Sommer.

Nach ausgiebigem Frühstück (drei Männer unter sich) ging es dann an den Löderburger See. Unterwegs begegnete uns "Lust" - also mussten wir schnell mal anhalten. Der restliche Männertag am See war schweißtreibend, heiß und dennoch cool. Sprich wir waren bei herrlichstem Sonnenschein am, im und auf dem Wasser - bin schon jahrelang nicht mehr so viel geschwommen.  Zu den neuen Erfahrungen gehörten Stand-up Paddeling und auf einem Tretboot von zwei jüngeren Männern über den See gefahren zu werden - da komm ich mir schon recht alt vor. Aber das gehört wohl auch dazu, wenn man einen so großen Enkel hat (im wahrsten Sinne des Wortes, denn auf die 1,85m, die er mit 14 an die Messlatte bringt, haben es weder Johannes noch ich je gebracht).

Auf dem Rückweg schnell noch das Nötigste gekauft - das versprochene Bier und die Grillwürstchen :-) ... Es gab eine sehr deftige Wurstpfanne, dazu ein kühles Blondes, ein bitteres Pils, ein dunkles Doppel-Karamel (man muss ja alles mal probiert haben). Wie gesagt, alles jugendfrei und pastorentauglich - aber dennoch irgendwie besonders.  Und - last but not least - jede Menge Selbstmitleid.  Denn ein Tag an der Sonne hat seinen Preis auf Schulter und Nacken (trotz Sonnencreme ... aber allzuviel davon ist ja unmännlich). Inzwischen ist jeder wieder bei sich - und denkt, so hoffe ich, irgendwie dankbar an den Tag zurück.



Lieber Daniel, ich wünsche dir ein wunderbares neues Lebensjahr!

Strafmündig (oops .... aufpassen!)

und religionsmündig

(Zeit, sich mit eigenständigen Entscheidungen auseinander zu setzen)