StVO

Ich mag die Straßenverkehrsordnung nicht. Sie schränkt meine Grundrechte zu sehr ein und dient nur der Knechtung der Bürger!

Die Straßenverkehrsordnung zwingt mir Regeln auf, die viel besser in meiner Eigenverantwortung liegen würden. Ich weiß sehr wohl, wo man langsam fahren, wo man etwas mehr Gas geben kann. Als verantwortungsbewusster Bürger und schon aus eigenem Interesse werde ich mich doch verkehrssicher verhalten - auch ohne solche Gesetze!

Die Überregulierung schadet auch der Wirtschaft. Man denke allein an die Auswirkungen der Kraftstoffverbrauch reduzierenden Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Tankstellen! Wollen wir wirklich die Tankstellenpächter in die Armut treiben?

Bei der letzten TüV Untersuchung ist mein Auto durchgefallen, weil angeblich die Bremsen nicht in Ordnung seien. Hallo!?  Ich hab mein Auto bisher noch immer zum Stehen gebracht. Was also sollen all die Testungen!?

Und dann das Argument mit den Verkehrstoten ... Sind die durch die Straßenverkehrordnung tatsächlich weg?  Nein!  Ich weiß wovon ich rede - ist doch mein eigener Vater bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Also bringt die Straßenverkehrsordnung nichts. Lasst euch da mal von den Regierenden nicht täuschen.

 

 

 

Anmerkung zur Glosse:
Es liegt in der Natur einer jeder Glosse, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Ich weiß auch nicht wirklich, ob eine solche Glosse angemessen ist - nicht nur wegen der fünf Corona Toten, sowie zahlreichen Infizierten (mit und ohne Intensivstation) in meinem persönlichen "Dunstkreis" oder den Pflegenden in den Krankenhäusern. 

 

Alle Behauptungen in dieser Glosse sind wahr - mein Vater kam vor über 25 Jahren bei einem Autounfall ums Leben (darf so etwas in eine Glosse?), mein Auto wartet gerade auf eine sehr teure Reparatur von Bremsen, Auspuff und anderer vom TüV festgestellter Mängel und Tankstellenpächter würden mehr verdienen, wenn mehr getankt würde. Last, but not least ... halte ich mich für einen verantwortungsbewussten Autofahrer und ich erhebe sogar Einspruch, wenn ich meine, mir wir zu Unrecht ein Vorwurf nach der StVO gemacht.

So glaube ich tatsächlich, dass manch frustrierter Autofahrer meiner Glosse sogar zustimmen würde - obwohl die implizierten Deutungen der Fakten natürlich aberwitzig und leicht widerlegbar wären.  Dennoch gibt es keine Massendemos gegen die Straßenverkehrsordnung - trotz flotter Sprüche ("Freie Fahrt für freie Bürger"). Es gibt keine "Querlenker" ... jedenfalls nicht wirklich medial wirksame.  

Der Verdacht drängt sich mir auf, dass uns in der aufgeregten Debatte um Maßnahmen zum Infektionsschutz Hass und Zwietracht untergejubelt werden, die eine sinnvolle Diskussion von Maßnahmen eben nicht befördert, sondern lediglich deren undifferenzierte Ablehnung. Schade!