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Nebelschwaden schleichen dahin. Klänge erfüllen den Raum. Die Luft atmet Stille und die Sonne scheint warm auf mein Dekolleté. Die Fliege umkreist mich, der Hahn kräht mitten am Tage. Das Summen der Fliege wird von Kinderlachen begleitet, und die gackernden Hühner klingen von weit her. Über mir zieht ein Vogel seine Kreise und wieder kräht der Hahn. Erneut, so, als ob er immer und immer wieder neu das Leben wecken wollte. Ich sitze im roten Kleidchen auf dem Balkon und höre, wie der Bleistift über das Blatt tanzt. Klänge des Lebens. Lebenslust. Lebendiges Sein.

Jetzt bricht die Sonne durch, scheint brennend heiß. Nähe. Spürbare Nähe! Die Wolke macht sie erträglich, und die Fliege setzt sich auf mein Blatt. Nähe. Sichtbar, spürbar, hörbar - mit allen Sinnen. Lebenstanz.

"Ja", sagt das Kind, und die Luft ist klar!

Geschrieben von Claudia Claudia
Veröffentlicht: 01. August 2020 01. August 2020
Erstellt: 30. Juli 2020 30. Juli 2020
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