Bereits zum 9. Mal fand in Friedensau der Waldlauf für den guten Zweck statt. Zwei unserer Enkel nahmen teil - gesponsort von beiden Großelternpaaren und Tante Christina. Claudia und Andreas waren zum Anfeuern dabei. Am Abend - müde und fröhlich ... entstand dieser Text:

 

Claudia lief mit den Läuferinnen und Läufern Beifall klatschend Runde um Runde über die Ziellinie. Später sind Claudia und Andreas sogar mitgelaufen und haben einen Teilnehmer im Rollstuhl zwei Runden voran gebracht. So erhielten sie auch die offizielle Teilnehmermedaillie.Überrascht von den Momenten des Tages,

die mich erfreuten und entspannten.

Andere ermutigen das Ziel zu erreichen

und am Ende mehr als eine Runde selber zu drehen.

Die Freiheit genießen,

den Stolz der Kinder,

die Freude der Eltern.

Beim Gehen über Gnade reden,

unverhofft mit dem Kollegen.

Der Rose begegnen,

die Stimme der Einsamen hören.

Mitten im Getümmel den Menschen sehen:

Die Frau mit dem Rad,

die Männer im Rollstuhl,

das Kind auf den Schultern des Vaters.

Die Tränen des Mädchens,

das Lachen der Gäste,

die Ehrung der Läufer.

Stationsposten, die im Rhythmus den eigenen Takt beleben,

die Zaungäste, die zaghaft zum Gruß die Hand erheben und winken.

Jubelnde Fans, die für kleine und große,

alte und junge,

Menschen aus allen Nationen applaudieren,

einfach weil sie laufen, für den guten Zweck.

Die einen voller Ehrgeiz,

bis das Schlusssignal ertönt,

die anderen, die zumindest eine Runde schlendern,

einfach so, einfach um dabei zu sein.

Mich selbst hat am meisten das Kind in mir selbst berührt.

Das Kind, dass am Ende des Tages voll Freude und Jubel triumphiert,

dankbar zurückblickt und für Stunden den Alltag vergessen hat,

im zweckfreien Spiel.

Das Kind, das einfach da war.

Das Kind in mir,

das heute Abend das kindliche Spiel durchklingen lässt,

und alles um mich herum vergisst.

Das Kind, das sich bewegen will,

und von dem die älter gewordene Frau

neu lernen will:

das zweckfreie Spiel

das lustvolle Ausprobieren

das befreite Durchatmen.

Schön, sich einfach zu freuen!

27.04.2025 / csb