Nachdem es in der regulären Sitzung des Kuratoriums meiner Hochschule zu keiner Nachfolgeregelung für das Prorektorat kam, bin ich mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Prorektor zurückgetreten.

robeDer Schritt war bereits im Vorfeld angekündigt worden, die Gründe, weshalb ich für das Amt nicht mehr zur Verfügung stand, hatte ich sogar öffentlich gemacht. 

Es war nach meiner Einschätzung eine gute Nachfolgeregelung vom Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau entwickelt worden. Der Vorschlag des Rektors ist mit deutlicher Mehrheit des Senats als Empfehlung in das Kuratorium gegangen. Üblicher Weise wäre die Wahl dort eine reine Formsache gewesen. Leider ist das Kuratorium dem Vorschlag nicht gefolgt.

Ich kann diese Entwicklung nur bedauernd zur Kenntnis nehmen. Damit wurde aber zugleich auch mein Entschluss unterlaufen, nicht mehr für das Amt zur Verfügung zu stehen, denn mit der Nachfolge wäre ich automatisch aus meiner Verantwortung als Prorektor entlassen gewesen. Da nun aber keine Wahl erfolgte, könnte man ebenso automatisch die Fortsetzung der kommissarischen Amtsführung annehmen. Um hier unmissverständlich Klarheit zu schaffen, bin ich von meinem Amt als Prorektor der Theologischen Hochschule mit sofortiger Wirkung zurückgetreten.

Der Rektor der Hochschule steht vor der schweren Aufgabe, einen neuen Vorschlag für den Senat zu erarbeiten, der dort empfohlen werden muss, um vom Kuratorium gewählt werden zu können - oder eben auch nicht. Er ist um diese Aufgabe wahrlich nicht zu beneiden, kann sich aber meiner Fürbitte und Unterstützung gewiss sein.